70er Jahre

Beim Karnevalsauftakt 1969/1970 wurde der neue Zugführer Heinz Knippschild erstmals der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Die ersten Ventilfanfaren und Paradetrommeln wurden erstmals im Jahr 1970 eingesetzt. Auch wurden im Zeitraum 1970/71 nochmals in den Niederlanden bei der Drumband Arnheim-Süd gute Plätze erkämpft.

Die moderne Musikklasse war etwas Besonderes, was sich auch die Beckumer nicht entgehen lassen wollten. Der erste Versuch, in dieser Klasse zu spielen wurde in Rheine gestartet und endete mit einem ersten Platz für Weiß-Rot.

Am 6.November 1970 wurde eine weitere Generalversammlung abgehalten. Der 1. Vorsitzende Hermann Funcke trat aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Zu seinem Nachfolger wurde August Fahle einstimmig gewählt. Hermann Funcke wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Da es kaum noch Fanfarenzüge mit natur Fanfaren auf Wettstreiten gab, wurden mehrere Es-Trompeten, Trommeln und andere Musikinstrumente angeschafft, so dass aus dem Namen Fanfarenzug ein Fanfarencorps gemacht wurde.

Das Freundschaftstreffen im Jahre 1972, anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Fanfarencorps, fand im Jahnstadion Beckum statt. Dieses war gleichzeitig die Einweihung des neu renovierten Stadions.

Im 15. Jubiläumsjahr errang das Fanfarencorps am 30.April auch den Titel des Vize-Ostwestfalenmeisters in Spenge-Lenzinghausen. Das Jahr 1972 ging weiter mit Freundschaftstreffen in Benteler, Warstein, dem Jubiläum des Schwimmclubs, Karneval etc. Im Herbst des Jahres 1972 wurde der Grundstein für eine Umstrukturierung des Vereins gelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt durften nur männliche Musiker dem Verein beitreten. Ab dem 10.Oktober wurden nun auch Frauen aufgenommen, diese mussten aber mindestens 16 Jahre alt sein. Da der Fanfarenzug eine Tochter der KG „Na, da wären wir ja wieder“ war, verfügte der Verein über keine eigene Kasse. Im Jahr 1973 wurde dieses nun geändert. Der Verein wurde teilselbstständig und durfte eine Kasse eigenständig verwalten. Das Fanfarencorps und Karneval eine Sache ist, beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass 1974 der damals jüngste Bläser Ulli Scheele Karnevalsprinz des Kinderkarnevals in Beckum-Ost wurde. Auf der im Mai 1974 stattfindenden 750-Jahrfeier der Stadt Beckum stellte das Corps seine neuen Uniformen der Öffentlichkeit vor.

Im Oktober 1974 wurde vom Corps der Wechsel des Vereinslokals beschlossen. Rudi Topp – „ Zu den drei Kronen“ – wurde neuer Vereinswirt des Fanfarencorps Weiß-Rot Beckum. August Gundlach, uns allen bekannt als Musikfreund, wählte man auf der Mitgliederversammelung im März 1975 zum 2. Vorsitzenden. Ebenfalls im Jahre 1975 wurde das Corps zu einem Auftritt in der Stadt Lingen/Ems verpflichtet. Die Stadt konnte ihr 1000 jähriges Bestehen feiern. Hier hatte das Fanfarencorps Weiß-Rot die Möglichkeit, dem damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel, ein Ständchen zu bringen. Der Auftritt in Lingen, der übrigens 3 Tage dauerte, ist sicherlich noch allen in guter Erinnerung. Im Jahr 1976 wurde der oberste Beamte der Stadt Beckum, Stadtdirektor Rudolf Bückmann, 50 Jahre jung. Das Fanfarencorps versäumte es nicht ihm ein Städtchen zu bringen. Selbstverständlich war dieses nicht der einzige Auftritt in dieser Zeit. Auf Karnevalsveranstaltungen, Freundschaftstreffen, Autoausstellungen, Geschäftseröffnungen, Schützenfesten etc. wurde ebenfalls ins Horn bzw. in die Trompete gestoßen. Wieder stand 1977 eine Geburtstagsfeier an. 20 Jahre Fanfarencorps Weiß-Rot Beckum. Man konnte zu dieser Feier 18 befreundete Musikzüge, bestehend aus Fanfaren-, Spielmanns- und Drumbandzügen begrüßen. Die Veranstaltung wurde, wie bereits das 15-jährige, im Jahnstadion abgehalten. Auch dieses Fest hat den Mitgliedern und der Beckumer Bevölkerung viel Freude bereitet. Die Generalversammlung im März 1978 brachte einige Umbesetzungen mit sich. August Fahle trat nach 8-jähriger Amtszeit aus zeitlichen Gründen zurück. Als sein Nachfolger wurde August Gundlach gewählt. Ebenfalls wurde Klaus Lütke, der im Oktober 1977 die musikalische Leitung übernommen hatte, einstimmig als Zugführer gewählt. Zu Pfingsten erwachte innerhalb des Corps das Reisefieber; die Beckumer Spielleute besuchten ihre Musikfreunde in Büsum. Nach einem vollen Programm und viel Spaß kehrte man am Pfingstmontag erschöpft von der leider viel zu kurzen Reise nach Beckum zurück. Noch im gleichen Jahr erschienen die Büsumer Musikfreunde in der Püttstadt, um dem hiesigen Corps einen Blitzbesuch zu machen. Sie hielten sich einen Tag in Beckum auf, um dann nach Attendorn weiterzureisen. Im Jahre 1978 wurde eine Rhythmusgruppe aufgebaut und neue Instrumente angeschafft. Unter anderem waren Congas, Bongos, ein Schlagzeug und eine Rhythmus- und Bassgitarre dabei. Das Corps war natürlich zwischenzeitlich nicht untätig, es wurde mit dem Einstudieren neuer Musikstücke begonnen und eine Vielzahl von Auftritten absolviert. Auch ist noch zu berichten, dass im November 1979 Rudolf Bendheuer für die Dauer eines Jahres als Zugführer gewählt wurde, da sein Vorgänger die Leitung der Rhythmusgruppe innerhalb des Corps übernommen hatte. In diesem Jahr wechselte der Verein das Vereinslokal zurück in die Gaststätte Kettelerhaus. Neben den bereits erwähnten Auftritten konnte das Corps im November 1979 einen etwas anderen Auftritt annehmen. Willy Höveler hatte Geburtstag und feierte diesen im Hotel Intercontinental in Düsseldorf. Freunde des Geburtstagskindes hatten als Überraschung und Gruß aus Beckum das Fanfarencorps Weiß-Rot verpflichtet, welches diesem Auftritt mit besonderer Freude nachkam.

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